Maulwurf im Bärenpelz

Kuckuck! I bims, die Digi-Doro! Foto: Tobias Koch

Eine Frau mit Visionen

Das kann ja Eiter werden. Kaum im Amt, macht die CSU-Vertreterin mit markigen Sprüchen klar, dass die Welt nur auf sie gewartet hat. 1)Helmut Schmidt: »Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen«

Was genau sie eigentlich qualifiziert, Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt geworden zu sein, bleibt rätselhaft.2)Die übliche Kungelei, wahrscheinlich Auch nach mehrfacher Lektüre des (kurzen) Lebenslaufs.

Anscheinend reicht es aus, einen Twitter-Account zu haben. Dessen Nutzerverhalten übrigens einmal wissenschaftlich untersucht wurde. Bär war Mitglied einer Versuchsgruppe. Also im Grunde genau wie jetzt auch.

Nebenbei bemerkt ist ja das Verkehrsministerium nicht gerade als Kaderschmiede erster Güte bekannt.

Sicher ist schon jetzt, dass sie auf Science-Fiction steht (Flugtaxis) und auf autonom fahrende Autos (möglicherweise keine gute Autofahrerin).3)Der Unsinn vom internet-gelenkten Autoverkehr

Und dass sie den Datenschutz (18. Jahrhundert!) für den Grund allen Übels und die Ursache der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der deutschen datenmissbrauchenden Industrie hält. Also, wenn man die Möglichkeiten von Google und Facebook zum Maßstab nimmt.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nun wäre es ja nicht das erste Mal, dass großmäulige CSU’ler – sogar solche mit adeliger Abstammung – irgendwann böse auf die Schnauze fallen. Die Frage ist dann aber, wie groß der Flurschaden ist, den sie bis dahin angerichtet haben.

Immerhin scheinen in der Schwesterpartei CDU einige Leute ein Auge auf die Visionärin zu haben und aufzupassen, dass Bärs Bäumchen nicht in den Himmel wachsen.

Gut möglich auch, dass Digi-Doro sich im Berliner Kompetenz-Dickicht verheddert.

Wollen wir aber mal bis zum Beweis des Gegenteils annehmen, dass der Teich, in dem sie planscht, nicht ein bisschen zu groß für sie ist. Falls doch – schwimmen kann sie ja hoffentlich. Als ehemalige Vorsitzende des Bezirksverbandes Unterfranken der Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz.

Anmerkungen   [ + ]

1.Helmut Schmidt: »Wer Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen«
2.Die übliche Kungelei, wahrscheinlich
3.Der Unsinn vom internet-gelenkten Autoverkehr

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