Backunfall, aber keine Katastrophe

Optisch ansprechend, allerdings fehlt ein wichtiger Bestandteil. Nein, nicht die dicke Scheibe. Die habe ich vertilgt. :) (mk)

Das war ein denkwürdiger Backtag heute. Herausgekommen ist nicht mein bisher bestes Brot, aber sicher das Ungewöhnlichste.

Erstaunlich daran ist, dass es sogar gut essbar ist – obwohl es sich um einen lupenreinen Backunfall handelt.

Eigentlich hatte ich ein freigeschobenes Mischbrot mit Altbrotanteil vor. Dummerweise habe ich beim Mischen des Hauptteiges mit Sauerteig und Vorteig den Topf mit dem gestern abend als Quellstück vorbereiteten 200g Altbrot völlig vergessen. Da es auch so noch eine recht üppige Teigmenge war, die da in meiner kleinen Schwedin rotierte, ist mir das gar nicht aufgefallen. Insgesamt wären es mehr als 2.000g geworden.

Für einen Backunfall gar nicht mal so übel. Natürlich wie immer zu früh angesäbelt…

Ich freute mich, dass der Teigling im Gärkörbchen gut aufging und auch im Ofen noch einen schönen Eindruck machte. Dann fiel mein Blick auf den Topf mit dem Altbrot… Himmel, Arsch und Zwirn!! ;)

Da war jetzt aber nichts mehr zu wollen. Also habe ich das Brot fertiggebacken. Allerdings, ohne mir viel davon zu versprechen.

Gestern fand ich es noch eine gute Idee, etwas von der Gesamtmenge Salz dem Quellstück zuzugeben. Heute nicht mehr. Denn die 10g fehlten nun ja auch…

Erstaunlicherweise macht das nicht viel. Das unkomplette Brot schmeckt dank dreier Mehlsorten gar nicht mal so übel. Die Kruste ist gut, die Krume wundersamerweise recht weich und akzeptabel. Sonderlich haltbar wird es jedoch nicht sein. Dazu fehlt dann doch der Wasseranteil des Quellstücks.

 


-- "Backunfall, aber keine Katastrophe" als PDF herunterladen oder drucken --


Schreibe einen Kommentar