Erfolg und Misserfolg beim Backen

Erfolg und Misserfolg beim Backen
Zwei wunderhübsche Toastbrote kühlen gerade aus.

Manchmal liegen beim Backen – und in der Küche allgemein – Erfolg und Misserfolg nah beieinander. Heute zwei prächtige Toastbrote, vor Tagen ein zwar leckeres, aber optisch verunglücktes und beim Aus-der-Form-arkadieren beinahe massakriertes Landbrot. Das kommt aber eher selten vor. Wenn ich so drüber nachdenke, war Anbacken in der gebutterten Form bisher nie ein Thema. Also ein Ausreißer.

Erfolg und Misserfolg beim Backen
Verdetscht, gerissen – so mag ich mein Brot gar nicht. Geschmeckt hat’s trotzdem. :)

Beim Landbrot bin ich noch auf Fehlersuche. Nichts gegen Risse im Brot, insbesondere bei rustikalen, freigeschobenen Broten, aber nicht an der falschen Stelle und nur dann, wenn ich sie haben will. Beim Landbrot will ich sie nicht. Und schon gar nicht möchte ich, dass dem Brot im Ofen »der Hut hochgeht«. Das führt nämlich leider dazu, dass die Scheiben beim Schneiden sehr leicht reißen – oder gar schon gleich gerissen sind.

Anfangs passierte das nicht so (extrem). Inzwischen eigentlich immer, wenn auch nicht immer gleich stark. Ich vermute, dass mein Sauerteig inzwischen einen wirklich ordentlichen Bumms hat und der Ofentrieb daher so stark ausfällt. Außerdem könnte die Stückgare in der Form mit 60 Minuten zu kurz sein. Nächstes Mal werde ich mal auf 90 Minuten gehen. Und zwischendurch öfters mal die Fingerprobe für die Gare machen. Dazu drückt man mit dem Finger leicht den Teig ein. Dann schaut man, was passiert …

– Der Teig fühlt sich fest und elastisch an:
„Ich bin gerade erst im Körbchen heimisch geworden, lass mich bitte in Ruhe!“
– Der Teig fühlt sich schon etwas schwammig an, springt jedoch sofort zurück:
„Ich habe noch genug Druck, um eine weitere halbe Stunde stehen zu bleiben“
– Der Teigling ist schön fluffig, springt aber immer noch in seine alte Form zurück:
„Ich habe knappe Gare und kann in den Ofen, wenn Du unbedingt willst, dass die Einschnitte weit aufspringen.“
– Der Teigling behält die Delle eine Zeit lang, und füllt sie dann langsam wieder auf:
„Ich bin fertig zum Backen – jetzt oder nie!“
– Der Teig seufzt, die Stelle wo gestupst wurde, fällt etwas ein und erholt sich nicht mehr:
„JETZT!“
– Der Teig zerfällt zu Staub – schon bei der schwächsten Berührung.
„Ich war schon mit Ramses und Tut-Anch-Amun – lass mich in Ruhe sterben.“ 1)Ist nicht von mir, habe aber leider die Quelle nicht notiert.

Die anderen Ratschläge, die ich gefunden habe, gehen ungefähr so: Zu heiß angebacken – oder zu kalt. Zu viel geschwadet – oder zu wenig. Zu lange geschwadet – oder zu kurz. Tja, nicht wirklich hilfreich.

Schau’n wir mal, dann sehen wir schon. Kleine Rückschläge gehören dazu. Nur aus Fehlern lernt man. Das gilt in der Küche, beim Backen und überhaupt. ;)

 


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Anmerkungen   [ + ]

1.Ist nicht von mir, habe aber leider die Quelle nicht notiert.

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