Leckeres Brot aus dem eigenen Ofen

Leckeres Brot aus dem eigenen Ofen
Wie jeder Anfänger war ich natürlich ungeduldig und habe das frische Brot zu früh angeschnitten. Sonst sähe der Anschnitt wohl nicht so gerupft aus. ;)

Brot backen war immer so eine Sache, die auf meiner ToDo-Liste stand – aber nicht sehr weit oben. Kleinigkeiten habe ich schon mal gemacht, ja. Ein Ciabata-Brot zum Grillen zum Beispiel. War auch lecker. Aber viel mehr ist es nie geworden. Erstaunlich eigentlich für den Sohn eines Bäckers und Konditors.

Heute habe ich den Bann gebrochen. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich meine frisch erworbene Ankarsrum Assistent1)die Mutter aller Küchenmaschinen sinnvoll einsetzen wollte – und ich schon vor der von der besten aller Ehefrauen abgesegneten Anschaffung ans Teigkneten zwecks Brotbacken dachte. Als ich dann noch vor wenigen Tagen auf eine recht informative Brotback-Seite2)Die Ladezeiten auf dem Plötzblog sind *unheimlich* lang. Möglicher Grund: Die Seite wird in Amiland gehostet! Warum, weiß ich nicht. Sinn ergibt das keinen. stieß, gab es kein Halten mehr.

So entstand heute mein Erstlingswerk. Ein Dinkelvollkornbrot3)das »schnelle Brot« – angeblich ein »schnelles« Brot. Was mir jedoch angesichts mehrerer Stunden Vorlauf ein kleines bisschen übertrieben erscheint. Jedenfalls hat es sich eindeutig gelohnt, und ich bin mit dem Ergebnis meiner Mühen durchaus zufrieden. Optisch sowieso, aber auch geschmacklich. Ich würde es jederzeit wieder backen.4)Genau genommen sind es zwei Brote, weil der Teig in zwei Laibe à ca. 500 g geteilt wird.

Leckeres Brot aus dem eigenen Ofen

Bewusst habe ich ein relativ einfaches Rezept gewählt, um mir nicht gleich am Anfang eine Großpackung Frust abzuholen. Steigern kann man sich immer noch. Und es gibt auch so viel zu beachten und eine Menge zu lernen.

Bei meinem ersten Brot habe ich etwas getan, was ich eigentlich unbedingt vermeiden wollte5)Insofern ähnelt Brotbacken sehr der Arbeit in der Dunkelkammer :-] : Ich bin vom Rezept abgewichen. Ich hatte, natürlich, wieder nicht richtig gelesen und nicht rechtzeitig realisiert, dass ich nicht nur Dinkelmehl für das Quellstück brauchen würde, sondern auch ein wenig Roggenvollkornmehl für den Hauptteig. Hatte ich nicht da. Da es aber lediglich um 100 g bei einer Gesamtmasse von 1.000 g ging, habe ich mich entscheiden, den Roggenmehlanteil durch etwas zu ersetzen, das ich zufällig reichlich hatte: Buchweizenmehl. Der Roggenanteil diente ja wohl hauptsächlich dazu, den Geschmack etwas kerniger, »dunkler« zu machen. Das sollte auch mit dem Buchweizen gehen, dachte ich mir. Und es hat auch funktioniert.

Weniger schön: Es war keine frische Hefe da. Nur das Trockenzeug. Ich habe also statt der 15 g geforderten Frischhefe durch (etwas mehr als 1:3) 7 g Trockenhefe ersetzt. War sicher nicht optimal, hat aber auch leidlich funktioniert, denke ich. Habe ja nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten – gekauftes Brot jetzt mal außen vor gelassen.

Leckeres Brot aus dem eigenen Ofen
Die Kruste ist echt super geworden.

Unserem uralten, simplen AEG-Ofen traue ich in letzter Zeit immer weniger, aber er musste natürlich trotzdem wieder ran. Und hat seinen Job auch ganz gut gemacht.

Sicherlich war es auch hilfreich, dass ich bereits einen Backstein aus Cordierit besaß. Den hatte ich zwar zur Verwendung als »Pizzastein«6)Wenn man ihn als Zubehör für einen Töpferofen kauft, ist er bei den richtigen Anbietern auf wundersame Weise gleich viel günstiger… erworben, aber das wusste er ja nicht. So hat er seine Fähigkeiten auch klaglos in den Dienst des Hobby-Brotbäckers gestellt.

Für den Dampf-Flash habe ich mit dem Deckel einer Auflaufform auf dem Backofenboden und einem kleinen Metallkännchen gesorgt, mit dem ich 100 ml Wasser unfallfrei in den Backraum befördert habe. Und die Brote haben auch wirklich eine sehr schöne Kruste bekommen

In einem Wort: lecker!


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Anmerkungen   [ + ]

1.die Mutter aller Küchenmaschinen
2.Die Ladezeiten auf dem Plötzblog sind *unheimlich* lang. Möglicher Grund: Die Seite wird in Amiland gehostet! Warum, weiß ich nicht. Sinn ergibt das keinen.
3.das »schnelle Brot«
4.Genau genommen sind es zwei Brote, weil der Teig in zwei Laibe à ca. 500 g geteilt wird.
5.Insofern ähnelt Brotbacken sehr der Arbeit in der Dunkelkammer :-]
6.Wenn man ihn als Zubehör für einen Töpferofen kauft, ist er bei den richtigen Anbietern auf wundersame Weise gleich viel günstiger…

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