Kruste, weiche Krume, leckere Körner – was will man mehr?

Das war heute ein erfolgreicher Backtag, würde ich sagen. Aus dem Ofen kamen nicht nur zwei wohlschmeckende Laibe, sondern auch Brote, bei deren Rezeptur ich weit über das sonst schon mal vorkommende vorsichtige Verändern eines Rezeptes hinausgegangen bin. Das Ergebnis ist ein Hybride: ein kerniges Kosaken-Dinkel-Roggen-Vollkorn-Doppelback.

Mit der technischen Bezeichnung ist das meiste schon gesagt. Aber wegen der recht vielen Saaten habe ich beschlossen, das Brot zu taufen. Es heißt jetzt »Der Körner« (Maskulinum!). Das macht auch deshalb Sinn, weil das ebenfalls der Geburtsname meiner Frau ist – die das Brot übrigens als »sehr lecker« bezeichnete und somit als Taufpatin abgesegnet hat. :)

»Der Körner« basiert auf einem Kosakenbrot, gebacken aus Sauerteig, einem Brühstück mit gerösteten Leinsamen, Sesam und Sonnenblumenkernen, einem Kochstück mit geschliffenem Dinkelkorn sowie zwei Sorten Mehl – Roggenvollkorn und Roggen 1150 – und ein paar Kleinigkeiten.

Was zu kauen – wozu auch die 8-fach-Saat beiträgt, in der die Laibe vor der Gare gewälzt wurden.

Wenn ich was zu meckern hätte, dann wäre es die nicht wirklich zufriedenstellende Stückgare in der Metallform. Das Brot dürfte ruhig mehr Volumen haben. Ich denke, ich sollte den Sauerteig etwas wärmer und etwas kürzer führen und mit weniger Anstellgut arbeiten.

Es ist ein eher kräftiges Brot, das rustikal belegt werden möchte, mit knuspriger Kruste und wird der Saaten wegen wohl nicht das Lieblingsbrot von Gebissträgern werden.

Aber das ist ja nicht unser Problem. Noch nicht. ;)