Es dämmert

»Es gibt keine Branche in Deutschland, die sich so lustvoll und unheilvoll selbst beschädigt hat, wie es viele Verleger, Geschäftsführer und Journalisten der Printmedien getan haben. Sie begleiteten die Einführung ihrer Onlineangebote so manisch, als hätten sie permanent gekokst.« Giovanni di Lorenzo

Hört, hört…

Sollten ungeliebte Minderheitenmeinungen – also meine – etwa nun auf einmal Mainstream werden? ;)

Könnte allerdings daran liegen, dass manchem so langsam der Arsch auf Grundeis geht…

Real existierender Bluescreen an einem real existierenden Newsdesk am Tag der Inbetriebnahme im Jahre 2005. Auftakt mit Absturz - beinahe poetisch. Genauso trostlos wie es hier wirkt, war es dann auch.
Real existierender Bluescreen an einem real existierenden Newsdesk am Tag der Inbetriebnahme im Jahre 2005. Auftakt mit Absturz – beinahe poetisch. Genauso trostlos wie es hier wirkt, war es dann auch.

Möglicherweise dämmert es auch dem einen oder anderen präpotenten Content-Sachbearbeiter, der sonst gerne mal verächtlich feixend über das »verschnarchte alte Medium« herzog, dass es ihm auch ans Leder geht, wenn ihm sein Wirtstier wegstirbt. Tja, Kollegen, dumm gelaufen.

Schadenfreude? Ooch, höchstens ein klitzekleines bisschen…

Ich bin auch mit der Formulierung »Die meisten haben an Auflage verloren, einige auch an Reputation« nicht ganz einverstanden. Die Reputation ist nicht einfach so abhanden gekommen, so als wenn niemand etwas dafür könnte. Sie wurde oft und wird noch immer – meine Erfahrung – systematisch ruiniert, abgetrieben. Was da in CR-Kämmerlein und in Redaktionskonferenzen ausgeheckt und dann ins Blatt ergossen wird, ist allzu oft hanebüchen und lächerlich.


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